English EN
Menü

Locus Ludi

Auf den Punkt gebracht

Spiele als Zeitvertreib für Kinder? Nicht in der Antike! Dort spielten Männern, Frauen, Kinder, freie Bürger und Sklaven – und laut Überlieferung sogar Götter!
Hatten diese Gruppen jeweils eigene Spiele? Können wir diese Spiele mit unseren modernen Spielen vergleichen? Einige Antworten will das Projekt Locus Ludi geben, das die Spielekultur der Antike untersucht.
Die Universität Freiburg, Schweiz und die Universität für angewandte Kunst, Wien untersuchen vier klassische Spiele. Basierend auf ihren wissenschaftlichen Ergebnissen entwickeln Gentle Troll und Causa Creations eine moderne Version der Spiele für Smartphones und PC.

Spiele gab es zu allen Zeiten und wird es wohl immer geben. Das zeigt das Projekt Locus Ludi – The Cultural Fabric of Play and Games in Classical Antiquity, das sich mit der Spielekultur in der Antike befasst. In einem interdisziplinären Team identifizieren, kategorisieren und rekonstruieren die Projektpartner vier klassische Spiele aus dieser Zeit. Die Analyse der Spiele zeigt eine neue Perspektive der antiken Kultur und Gesellschaft, bietet Modelle für Bildung und Forschung in verwandten Bereichen sowie aktuelles Material für Schulen, Museen und Bibliotheken. Wenn wir verstehen, wie Bildung, Gesellschaft und Integration damals zusammenhingen, erhalten wir ein besseres Verständnis für die heutige Debatte über Hightech-Spiele und digitale Communities.

Die Universität Freiburg (Schweiz) und die Universität für angewandte Kunst Wien untersuchen vier antike Spiele in zwei Varianten in ihrem jeweiligen historischen Kontext. Die Spielregeln rekonstruierte der Experte Ulrich Schädler, Archäologe und Direktor des Schweizer Spielmuseums und ERC-Mitglied, anhand von antiken Textüberlieferungen und archäologischen Funden. Basierend auf den wissenschaftlichen Ergebnissen entwickeln Gentle Troll und Causa Creations eine moderne Version der Spiele für Smartphones und PC. Um eine Vorliebe für eine bestimmte Spielvariante herauszufinden, werden Grundschüler aus zwei Wiener Schulen beide Spielversionen testen.

Das Projekt erhält Förderung durch den Europäischen Forchungsrat (ERC) im Rahmen des Europäischen Förderprogramms Horizon 2020 für Forschung und Entwicklung (Fördernummer 741520).

Mehr Informationen gibt es auf der Webseite von Locus Ludi und auf dem Twitter-Channel.

Locus Ludi

In aller Kürze